Badische Zeitung
Von Michael Masson
Mo, 12. März 2018

Koordinierter Einsatz von oben und unten

Die Freiwillige Feuerwehr Rust hat in ihrer Frühjahrsübung einen Brand in der Schule simuliert und dabei auch die Drehleiter getestet.

 

Unter realistischen Bedingungen trainierte die Feuerwehr den Ernstfall am Schulgebäude. Foto: Sandra Decoux-Kone

RUST. Pünktlich zum Nachmittags-Kirchenläuten drang Kunstrauch aus dem oberen Stockwerk des Schulgebäudes in Rust. Zahlreiche Bürger hatten sich zuvor auf der Straße versammelt, um hier das schnelle Eintreffen der Ruster Freiwilligen Feuerwehr (FFW) abzuwarten. Ihre Frühjahrsübung war angekündigt.

Neue Drehleiter hat sich bewährt

Angenommen worden war, dass in der Schülerbücherei im Obergeschoss ein Brand ausgebrochen sei, und sich eine noch unbekannte Zahl von Personen im Gebäude befindet. Es dauerte nicht lange, da rückten zwei Löschfahrzeuge an. Unter ihren Atemschutzmasken samt Wasserversorgung rückten sie sofort ins Innere der Schule vor. Auch die neue Ruster Drehleiter kam bei der Übung zum Einsatz. Mit ihr konnten Schüler direkt aus dem Fenster evakuiert werden. Später wurde auch von oben gelöscht. Während die Strahlrohre im Inneren geschlossen blieben, wurde draußen mit richtigem Wasser gearbeitet. So wurden kurzzeitig die beiden Störche auf dem Dachnest etwas nass, ansonsten nahmen sie das Geschehen mit großer Gelassenheit hin.

Einsatzleiter Michael Schmiedlin hatte den Übungsablauf im Griff, unterstützt auch vom regionalen Führungstrupp mit Einsatzdokumentation und Lageskizzen. Derweil sorgte das DRK mit Einsatzleiter Gerhard Klausmann für die Erstversorgung zahlreicher realistisch geschminkter Kinder, bei einem sogar mit Sauerstoffbeatmung und EKG-Kontrollgerät. Nach etwa einer halben Stunde hieß es dann schon "Wasser halt", denn die gestellten Aufgaben waren im perfekten Zusammenspiel bewältigt worden.

Das stellte später, nach sofortigem Wiederherrichten der Einsatzbereitschaft mit allen Gerätschaften, bei der Abschlussbesprechung im Anglerheim auch Kommandant Florian Bachmann mit Befriedigung fest. Lahrs Kreisbrandmeister Thomas Happersberger hatte sich dazu als Manöverkritiker grippebedingt kurzfristig entschuldigen lassen müssen.

Bürgermeister Kai-Achim Klare dankte der Ortswehr im Namen der Gemeinde für ihre stete Einsatzbereitschaft mit derzeit 56 Aktiven. Die sei gut aufgestellt, nicht zuletzt auch dank modernisierter Ausrüstung, ebenso das DRK.

Ganz frisch dabei und noch in Ausbildung ist die Neu-Rusterin Lena Baader. Sie lobte: "Hier herrscht echte Kameradschaft, man gehört sofort dazu." Das wissen auch Mitglieder der FFW-Altersabteilung, die zuvor den Übungsverlauf verfolgt hatten.

   

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