BZ vom 31.10.2008
von unserem Mitarbeiter Bernhard Rein

Jugend Schlag auf Schlag im Einsatz

Eine 24-Stunden-Übung stellte die Ruster Jugendfeuerwehr vor ständig neue Einsätze / Wehrnachwuchs sehr engagiert bei der Sache

RUST. 24 Stunden im fiktivem Einsatz: Das ist jüngst die Aufgabenstellung der Ruster Jugendfeuerwehr gewesen. 14 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 17 Jahren trafen sich am Abend beim Feuerwehrgerätehaus zum Beginn einer 24-Stunden-Übung, die allerhand Kniffliges zu bieten hatte.
Die Jugendwarte der Ruster Feuerwehr, Marco Engelmann und Sven King, hatten für den Feuerwehrnachwuchs ein Einsatzprogramm in Szene gesetzt. Zu verschiedenen Zeiten wurden die Teilnehmer an verschiedenen Orten zu feuerwehrtechnischen Übungen herangezogen. Während der ganzen Zeit war das Feuerwehrgerätehaus ihr Zuhause, dort wurden sie verpflegt — mit gespendetem Essen von Partyservice Ingo Hess — und schlugen ihr Nachtlager auf.
Noch am Abend galt es, eine Ölspur — allerdings aus Salatöl — auf einer abgelegenen Straße zu beseitigen, unter Einsatz von Ölbindemittel. Nach einer theoretischen Unterrichtseinheit folgte der nächste Einsatz: Bei einem fiktiven Verkehrsunfall auf dem Parkplatz der Rheingießenhalle musste um 22 Uhr ein stark qualmendes Auto mit Übungsschaum gelöscht werden. Für die Jugendfeuerwehr war dann aber noch nicht Feierabend: Um ein Uhr kam die Meldung "Person vermisst" . Die Einsatzgruppe rückte aus und suchte entlang des Hochwasserdamms nach der Person: Zuerst fanden sie das Fahrrad und die Schuhe, danach den "Dummy" , der den Vermissten darstellte. Die kurze Schlafzeit wurde am Samstag um sieben Uhr mit einem Fehlalarm in der Verwaltung des Europa-Parks beendet. Nach einer kurzen Lageerkundung ging es zum Gerätehaus zurück — und gleich danach zu einem Mülltonnenbrand beim Badesee. Dort übten die jungen Wehrmänner die offene Wasserentnahme und Löschen des Brandes. Danach mussten alle Gerätschaften aufgeräumt und das Fahrzeug neu bestückt werden. Am Nachmittag wurden sie zu einem Hüttenbrand auf dem ehemaligen Gelände der Firma Heidolph gerufen. Dort brannte dann wirklich die "Hütte" aus Paletten, die die Jugendwehr im Rahmen eines Projektes gebaut hatte. Die Floriansjünger zeigten keine Angst vor den lodernden Flammen und gingen beherzt mit drei Rohren zur Löschung des Brandes vor.
Peter Stephan, stellvertretender Kommandant, zeigte sich nach der 24-Stunden-Übung sehr zufrieden mit dem Ablauf. Wie engagiert die Kinder und Jugendlichen sind, zeigt die Tatsache, dass ein kleiner Feuerwehrmann Tränen vergoss, weil er zu spät nach der Alarmierung beim Fahrzeug war.

   

Bildergalerie  

   

facebook  

   

Feuerwehr-Dienstvorschriften  

   

.  

   
Copyright © 2018 Feuerwehr Rust. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.