Wenn der Kindergarten brennt

Von Michael Masson
Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Mo, 01. April 2019

Frühjahrsübung der Feuerwehr Rust ging von einem Küchenbrand im Kindergarten aus / 47 Einsatzkräfte waren im Übungseinsatz.

Im Kindergarten wurde der Ernstfall geprobt. Foto: Sandra Decoux-Kone

RUST. Einen weiten Anfahrtsweg hatte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) zur ihrer Frühjahrsübung am Samstag nicht. In Minutenschnelle erreichte sie ihren Einsatzort, den neuen kommunalen Kindergarten in der Walter-Schießle- Straße. Hier hatte, so die Annahme, ein Rauchmelder in der Küche Brandalarm ausgelöst. Zahlreiche Zuschauer, darunter auffällig viele Kinder, verfolgten das präzise ablaufende Rettungsgeschehen im Freien mit großem Interesse, natürlich auch einige Alterskameraden der FFW.

Nach Ersterkundung durch Einsatzleiter Alexander Schindler galt es, vorrangig 13 Kinder aus der Kindergartenhalle zu retten, die sich dort zu einer Sonderveranstaltung aufhielten. Diese Aufgabe wurde von Atemschutzträgern bewältigt, während die Besatzungen beider Ruster Löschfahrzeuge für eine schnelle Brandbekämpfung sorgten. Zusätzlich wurde die neue Ruster Drehleiter mit Korb eingesetzt, um von oben Gebäudedächer zu kühlen.

Während Zugführer Fabio Leidner mit seinen Gruppenführern Sven King, Dino Himmelsbach und Rolf Kneisel für einen reibungslosen Ablauf des Einsatzgeschehens sorgte, war der angeforderte Führungstrupp Rhein Süd damit beschäftigt, unterstützend die Funkkommunikation zu koordinieren und den Einsatzablauf zu dokumentieren.

13 "gerettete" Kinder wurden sogleich dem örtlichen DRK übergeben. Hier übernahm Gruppenführerin Mirjam Rombach deren weitere Betreuung. Ein Kind wurde im eigenen Krankentransportwagen erstversorgt, die anderen leicht Verletzten auf einem schnell eingerichteten Verbandsplatz im nahen Spielplatzgelände. Schon nach wenig mehr als 20 Einsatzminuten hieß es dann nach gelöschtem fiktivem Brand: "Wasser halt!" und "Zum Abmarsch fertig!" Natürlich wurden alle eingesetzten Gerätschaften unverzüglich wieder in Einsatzbereitschaft gebracht, bevor sich die beteiligten 47 Feuerwehr-Aktiven samt sieben DRK-Kräften später zur Manöverkritik in der Angler-Klause des Angelvereins versammelten. Dort lobte Rusts Kommandant Florian Bachmann den präzisen, schnellen Übungsablauf.

Fotovoltaik-Anlage kann zum Problem werden

Zwar sei das Einsatzobjekt überschaubar gewesen, dennoch habe es seine Tücken. So wurde festgestellt, dass die Fotovoltaik-Anlage auf dem Kindergartendach im Ernstfall wegen Stromführungen Probleme bereiten könnte. Und: Bei Winterwetter oder Regen müsste das DRK seinen Verbandsplatz im Ernstfall entsprechend geschützt einrichten.

Bürgermeister Kai-Achim Klare war begeistert von der gut strukturierten Übung samt ausgezeichneter Zusammenarbeit, auch mit dem DRK. Nicht zuletzt freute er sich über die frisch angeschafften FFW- Einsatzhelme, nicht nur sicherheitstechnisch auf neuestem Stand, sondern auch optisch ein Hingucker. Nach so viel Anerkennung schmeckte natürlich das spendierte Geschnetzelte mit Spätzle besonders gut.

   

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